PENG zum Zweiten, ein Festival das knallt

PENG Festival, 17. / 18.03.2017, Essen

Nach dem grandiosen PENG Festival im letzten Jahr, nun die zweite Ausgabe. Was folgt auf den UrPENG? Rein zahlenmäßig sechs Konzerte an zwei Tagen. Aber fangen wir von vorne an.

Am Freitagabend zeitige Ankunft am Maschinenhaus. Vor dem alten Backsteingebäude aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts dampft und duftet  es bereits aus dem Foodwagen.

Im Eingangsbereich Getränketheke und Verkaufsstand mit CDs der auftretenden Musiker. Die Vorräume wieder geschmackvoll dekoriert, Sitzkissen auf den Stufen, Tische und Stühle, in den Wandnischen Blumen und kleine Tischlampen.

Ein Ambiente, dass schon vor dem ersten Ton für eine positive Stimmung sorgt.

Standen im letzten Jahr u. a. Marie Daniels, Mara Minjoli, Maika Küster und Barbara Barth mit ihren eigenen Bands auf der Bühne, so sind in diesem Jahr die anderen Sängerinnen und Gründer des PENG Kollektivs Christina Schamei, Rosa Kremp und Johanna Schneider Teil des Programms.

Der Festivalauftakt gehört dann auch dem Christina Schamei Quintett mit Stücken Ihres aktuellen Albums „Waves and White Horses“.  Ein hervorragendes Zusammenspiel von Stimme und Instrumenten.  Zurücklehnen, Atmosphäre geniessen. Start in das Musikwochenende mehr als gelungen.

Apropos Atmosphäre. Passte wieder. Ebenerdige Bühne vor angestrahlten Backsteinmauern und eine Sitztribüne, die von allen Plätzen eine gute Sicht auf das Konzertgeschehen bietet. Industrie und Kultur.

Umbaupause ca. 15 Minuten, Zeit für Getränkeaufnahme und Gespräche mit Besuchern im vollbesetzten Maschinenhaus. Mit SWOOSH um Rosa Kremp werden dann Jazzpfade erweitertet. Poppig. Soulig. Rockig. Lauter. Gut! 

Danach wird es voll auf der Bühne. Für das PENG-Festival studierte die Münchener Gitarristin Monika Roscher mit dem Folkwang Jazz Orchestra extra ein Programm ein.

Roscher zeigt, dass eine Gitarre nicht metalmäßig laut gespielt werden muss, um es ordentlich knallen zu lassen. Die Blässersektion sorgt zusätzlich für Druck, zwischenzeitlich ein Didgideridoo plus Electronics.

Den jungen Musikern sieht man die Spielfreude an. Begeisterung, die sofort auf das Publikum überspringt.

Ein stimmungsvoller Abschluss des 1. Festivaltages.

Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht geht es dann auf den Heimweg… und irgendwie kann ich mit der Musik im Autoradio gerade wenig anfangen.

Der Festivalsamstag beginnt mit einem Stau auf der A42… und das am späten Nachmittag. Grmpf. Geht dann aber irgendwann weiter und ich komme rechtzeitig zu einem Konzert, auf das die Vorfreude bei mir besonders groß ist.

Ack van Rooyen habe ich zuletzt vor knapp zwei Jahren auf dem XJAZZ Festival in Berlin live gesehen.

Dem mittlerweile 87 jährigen Flügelhornist steht Sängerin und PENG Mitorganisatorin Johanna Schneider mit ihrem Quartett zur Seite.

Vielseitig und abwechslungsreich ihr Gesang, ergänzt um Hintergrundinformationen zur Entstehung der einzelnen Titel. Van Rooyen spielt und spaßt mit dem Publikum. Zwei, drei gespielte Töne werden vom Publikum ergänzt. Ein Konzert, dass einfach Spaß gemacht hat. 

Zuzana Leharová (Violine), Elisabeth Coudoux (Cello), Svenja Doeinck (Kontrabass) und Fillippa Gojo (Gesang) sind PHASE :: VIER – verstärkt durch Antoine Duijkers am Schlagzeug und Percussions.

Eine nicht unbedingt gewöhnliche Besetzung. So auch die Musik, abseits gängiger Genre’s. Ist es Jazz? Ist es Kammermusik?
Eindringlich leise Töne wechseln sich mit groovig-funkigen Passagen ab. Neue musikalische Welten. Im Anschluss habe ich vergessen nach einem Tonträger Ausschau zu halten. Wird nachgeholt.

Zum Festivalabschluss Florian Stadler am Akkordeon, Kalimbaklänge von Christoph Hillman und wie eine Besucherin feststellt, zum ersten Mal am Samstag ein Saxofon mit dem No Tango Quartett.

Vertrackt und grenzüberschreitend… und dann die „geheimnisvolle“ Zahl 11 in den Arrangements von Christina Fuchs und Kontrabassistin Ulla Oster. Lang anhaltender Applaus und die geforderte Zugabe folgen. 

Getanzt – No Tango – wird dann im Anschluss auf der PENG Party mit DJ Tim Riddle.

PENG – das hat wieder geknallt. Erwartungen mehr als erfüllt. Ich freue mich auf PENG 2018.

Das PENG-Kollektiv im Netz www.peng-festival.de  und www.facebook.co,/pengfestivalessen

 

Weitere Festivalfotos auf www.facebook.com/sieben48

 

 

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