XJAZZ Festival Berlin, 07.05.2015 – Tag 1

XJAZZ Festival, Berlin Kreuzberg, Donnerstag – Tag 1

Ack van Rooyen
Ack van Rooyen

Den Auftakt des ersten Festivaltages machte um 18:30 Uhr der 85 jährige  Ack van Rooyen am Flügelhorn mit Chris Adams (Flügel), Paul Kleber (Bass) und Felix Astor  (Schlagzeug). Bereits am frühen Abend ein voller Flux Bau. Nach einer kurzen Ansage durch Sebastian Studnitzky (ein ehemaliger van Rooyen Schüler)  harmoniert der Niederländer hervorragend mit dem Trio um Chris Adams und begeistert das Publikum mit seinem warmen, weichen Trompetenton.

Sehr schön die parallelen Anfangszeiten, die es ermöglichen Konzerte komplett zu besuchen um dann gegebenenfalls zum nächsten Veranstaltungsort zu wechseln.

Dieser war dann der Privatclub, in dem Günter Baby Sommer + X angekündigt war.  Günter Sommer  (Ü70 Klasse),  Schlagzeuger und Percussionist aus der Free Jazz Szene.
Wer ist aber „X“? Rabih Beaini, Musiker (aka „Morphosis“), Produzent und Betreiber des Morphine Label an der Elektronik (Anm.: Details ergänze ich gerne).

Günter Baby Sommer & Rabih Beaini
Günter Baby Sommer & Rabih Beaini

Laut Ansage von Sommer, der erste gemeinsame Auftritt des generationsübergreifenden Duos. Wenn ich es richtig verstanden habe, hatte man sich erst am Nachmittag persönlich kennengelernt.  Die Besucher, im gefühlt ausverkauften Privatclub hatten anscheinend eine Vorahnung, dass bei diesem Konzert Außergewöhnliches geboten würde.
Sommer wirbelte hinter seinem Schlagzeug,  trötete, rasselte, hämmerte auf der Bühne.
Dazu der wuchtiger Elektroniksound von Rabih Beaini, nebst passender Beleuchtung. Die beiden „rockten“ den Club. Musik kennt keine Alters- und Genregrenzen.

Und nach diesem Konzert? Im Privatclub bleiben! Das  Melt Trio begeisterte bereits auf dem letztjährigen  XJazz und Jan Bang ist sowieso bei mir gesetzt (siehe auch Elbjazz 2014).

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Jan Bang

Bass, Gitarre, Schlagzeug trifft Live-Sampling. Furioser Sound des Quartetts. Der Schweiss fliesst nicht nur auf der Bühne. Headbanging bei  einem Jazz-Festival? Zumindest sind im Publikum leichte Kopf- und Wippbewegungen zu erkennen.

Wie geht es weiter ? Tenors of Kalma mit Kalle Kalima an gleichem Ort, OGU mit Claudio Puntin in der Emmaus Kirche (die Konzerte mit Claudio Puntin waren im letzten Jahr einfach nur gut)? Ich entscheide mich für einen Ortswechsel und Brandt Brauer Frick im Lido, dass in diesem Jahr neuer und zugleich größter Veranstaltungsort des Festivals ist.

Jessie Evans & Budgie
Jessie Evans & Budgie

Auf dem Weg zum Lido liegt das BiNuu im Schlesischen Tor. Kurz ins
Programmheft geschau. Konzert müsste noch laufen und rein zu Jessie Evans & Budgie. Jessie Evans mit Saxofon, Budgie (Siouxsie and the Banshees) am Schlagzeug.  Bunter, psychedelischer anmutender Bühnenhintergrund. Performance aus Afrobeat, Pop, Disco, Freestyle. In den ersten Reihen wird getanzt.

Aber ich wollte zu Brandt Brauer Frick. Beim Betreten des Lido merkt man gleich, dass es ein Heimspiel für das Trio ist.  Der Laden ist rappelvoll. Daniel Brandt am Schlagzeug, Jan Brauer und Paul Frick an Keyboards und allerlei Elektronik (konnte ich w/ der hohen Bühne nicht alles erkennen).  Für ein anständiges Bassfundament ist gesorgt 🙂  Es wummert, boomt. Klasse. Das Publikum geht ab. Nichts für den Jazzpuristen. Elektronische Musik, abwechslungsreich und intelligent live dargeboten.

Brandt Brauer Frick

Zum Abschluss des Donnerstag zurück zum heutigen Startort, in den Flux Bau zur XJam-Session.

Ausklingen lassen des 1. Festivaltages.  Ein Superdonnerstag.

Weitere Fotos:  www.facebook.com/sieben48

 

 

 

 

 

 

 

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