Essen Original – Regen, Jazz, gute Mucke

Essen.Original, 08. September 2017

Stadtfeste sind eigentlich nicht so mein Ding. Mir grauts vor der x-ten AC/DC Coverband oder Schlagerbarden die Malle- oder Skipistenrepertoire zum Besten geben.

Das Programm beim diesjährigen Essen.Original lässt mich allerdings aufhorchen. Ein Jazzprogramm das es in sich hat, u. a. mit dem Essen Jazz Orchestra (weshalb eigentlich Orchestra und nicht Orchester?), dem Christina Schamei Quintett und Omer Klein, dem Förderpreisträger 2015 für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf mit seinem Trio, mitternächtliche Jazz Session der Jazz Offensive Essen mit dem Hartmut Kracht – Tom Lorenz Quartett und zudem noch Jan Klare’s The Dorf.

Auftakt auf der Bühne am Hirschlandplatz mit dem EJO und Trompeter Ryan Carniaux. Dauerregen. Ein paar Kinder lassen sich nicht vom Regen abschrecken und stehen direkt vor der Bühne, ansonsten dominieren Regenschirme.

Die Plätze unter den großen Schirmen und Überdachungen am Bier- und Grillstand sind heiß begehrt. 50 Minuten moderner Bigbandsound. Sehr schöner Auftakt.

Im Anschluss die Sängerin Christina Schamei mit ihrem Quintett. Im Gepäck das brandneue Album „Waves and White Horses“.

Es macht richtig Spaß die neuen Stücke der Band zu hören… Musik passt also richtig gut, dass Wetter leider nicht. Der Regen nimmt zu, mein Fotoapparat wird in Gefrierbeutel eingepackt, kurzer Sprung in den Regen, Auslöser drücken und zurück unter den großen Schirm.

Zum Abschluss meines Konzertabends geht es dann zur kleinen Bühne am Kopstadtplatz zu The Dorf  und… ja, es passen alle Musiker auf die Bühne, so gerade jedenfalls.

Der Platz vor den Musikern ist gut gefüllt und die Dörfler blasen den Regen weg… Regenpause.

Aus dem Gespräch mit einigen Besuchern entnehme ich, dass das Musikerkollektiv um Jan Klare gerade neue Fans gewonnen hat. Ein mittelaltes Paar entdeckt Gilda Razani am Theremin und googlen dann sofort per Smartphone, wie denn dieses Instrument funktioniert.

Die Dörfler geben wie immer Vollgas. Es macht einfach Spaß, diese Gruppe von 20 bis 35 Musikern live zu erleben.

Nach dem furiosen Abschluss mit „Technoid“ fängt es dann wieder an zu tröpfeln…

Schade, dass ich am Samstag aus zeitlichen Gründen nicht zu Metromara, dem Thomas Hufschmidt Quartet mit Romy Camerun und Jimi Tenor gehen konnte. Ich hoffe, dass es bei Essen.Original im nächsten Jahr ein ähnlich hochwertiges Musikprogramm geben wird.

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